Burgen und Verliese mit dem English Heritage Pass

Dover Castle

Im unteren Teil von Englands berühmtesten Burgen befinden sich Krypten, Geheimtunnel und natürlich Verliese.  Kein anderer Teil einer Burg weckt mehr Interesse und Faszination. Die unter der Oberfläche versteckten Verliese dienten als Schauplatz für einige der grausamsten Ereignisse in der Geschichte Großbritannien.

Im English Heritage Pass inbegriffen:

Pevensey Castle

Pevensey Castle im Südosten von England diente im 15. Jahrhundert als Staatsgefängnis und später als Privatgefängnis für Inhaftierte aus der Oberschicht.  Hier gibt es sogar zwei Verliese: Das eine ist ein typischer Kerker, der nur über eine Falltür betreten werden kann, das andere ist über eine Wendeltreppe erreichbar.

In der Burg soll außerdem eine „Dame in Weiß“ herumspuken. Hierbei kann es sich entweder um den Geist von Johanna von Navarra oder den von Lady Joan Pelham handeln. Kürzlich wurde hier auch ein geheimer Tunnel ausgegraben. Es heißt, er führte zu einem Haus namens Priesthawes im nahe gelegenen Westham.

Tintagel Castle

Unter dem vom Wind gepeitschten Tintagel Castle befindet sich eine Höhle, die in einer der bekanntesten Legenden aller Zeiten eine wichtige Rolle spielt.  Es heißt, König Artus sei in Tintagel gezeugt worden, und sein Berater und Tutor Merlin der Zauberer hätte in einer Höhle unter der Burg Tintagel gehaust, die man heute besichtigen kann.

Dover Castle

Hinter den dicken Festungsmauern von Dover Castle mag es heute friedlich zugehen, doch unter den Bodenbrettern befinden sich geheime Kammern und unterirdische Gänge, die bis ins Mittelalter zurückreichen.  Dover Castle diente jahrhundertelang als wichtigste Verteidigungsanlage Großbritanniens: von Angriffen französischer Eindringlinge bis hin zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, in dem die Burg ebenfalls eine wichtige Rolle spielte.

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Heute dient sie vor allem dazu, Besucher zu informieren und zu faszinieren, während diese die geheimen Tunnel einschließlich des unterirdischen Lazaretts aus dem Zweiten Weltkrieg erkunden und dabei einige Geheimnisse und Geschichten über die turbulenten Kriegsjahre erfahren.

Carlisle Castle

Carlisle Castle im Nordwesten Englands hat ebenfalls schon viel Chaos und Grausamkeiten erlebt und eine beeindruckende Vielzahl an königlichen Anschlägen und Gefangenen vorzuweisen, darunter auch Maria Stuart.  In den Burgverliesen hausten jedoch überwiegend gewöhnlichere Gefangene; sie erinnern noch heute an eine düstere, um nicht zu sagen brutale Geschichte.

Die Inhaftierten aus der Zeit des Jakobitenaufstands wurden hier unter solch entsetzlichen Bedingungen gefangen gehalten, dass sie die Wände ablecken mussten, um wenigstens etwas Feuchtigkeit zu sich zu nehmen.  Die packenden Überreste dieser „Lecksteine“ sind noch heute in der Burg zu sehen. 

Farleigh and Hungerford Castle

Farleigh and Hungerford(1)

In der Krypta von Farleigh Hungerford Castle im Südwesten von England bekommen die Besucher einige äußerst ungewöhnliche und einzigartige Artefakte zu sehen ...

Einige der schönsten Bleisärge des Landes in Menschenform befinden sich hier in der Krypta, genauer gesagt in einer Kammer unter der Burgkapelle. Diese exzellente Sammlung wird noch ergänzt durch eine dazugehörige Reihe von Todesmasken.  Hierbei handelt es sich um einen Wachs- oder Gipsabdruck von einem menschlichen Gesicht, der kurz nach dem Tod der Person angefertigt wurde, um ein Porträt oder eine Erinnerung an den/die Verstorbene/n zu erhalten.

Wussten Sie...?

Verliese sind ein wichtiger Bestandteil des Bergfrieds und die letzte Verteidigungsstätte einer Burg.  Sie werden oft mit Gefangenschaft und Folter gleichgesetzt, und meist meinen die Menschen eigentlich den Kerker, wenn sie von einem Verlies sprechen.  Das französische Wort „oubliette“ wird oft als „Ort des Vergessens“ übersetzt.  Ein Kerker ist eine unterirdische, wie ein Bienenkorb geformte Kammer, die nur über eine Falltür an der Decke zu erreichen ist.  Für die Gefangenen bedeutete dies, dass eine Flucht unmöglich war und sie häufig einen Hungertod erlitten, denn das diskrete Versteck bedeutete auch, dass häufig vergessen wurde, die Gefangenen mit Essen und Trinken zu versorgen – oder dass sich überhaupt Gefangene darin befanden.

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